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Günstige Einstieger Linux-Server im Benchmark

Da immer wieder Anfragen kommen welchen Linux-Server man mieten sollte, habe ich hier einmal von 2 verschiedernen Anbietern Benchmark durchgeführt.

Bei den Servern handelt es sich um low-end server (kostengünstig) für nur 3 bis 9 € pro Monat. In der Anbieterwahl hab ich mich entschieden auf einen der
großen Cloud Anbieter: DigitalOcean wegen der Flexibilität und Möglichkeiten als auch auf einen kleineren Deutschen Anbieter: Netcup wegen den ausgezeichneten Preis/Leistungsverhältnis.

Die 3 KVM Virtuellen Server im Vergleich:

1. DigitalOcean – 512 MB – 1 Core (E5-2650L v3) – 20GB SSD – 1 TB Transfer um 5 USD
2. Netcup vServer – 1024 MB – 1 Core (QEMU Virtual CPU) – 200GB SATA – 3 € / Monat
3. Netcup Rootserver – 6144 MB – 2 Core (E5-2680 v4) – 320GB SAS – 8,99 € / Monat

DigitalOcean 10$ Gutschein bei 25$ Aufladung

5€ Netcup Gutscheine:
36nc14924641539 – 36nc14924641538 – 36nc14924641537 – 36nc14924641536 – 36nc14924641535 – 36nc14924641534 – 36nc14924641533 – 36nc14924641532 – 36nc14924641531 – 36nc14924641530


Benchmarks wurde Debian 8.7 und folgende Tools verwendet: sysbench, speedtest-cli, dd, ab

Installation der Benchmark Tools:
$ apt-get install speedtest-cli sysbench ab

Um einen Durchschnittswert zu erreichen habe ich die Benchmarks jeweils mehrmals durchgeführt und dann den Mittel oder Bestwert (Internet Speed) herangenommen.

CPU Benchmark:
Der Benchmark wurde einfach mittels sysbench durchgeführt und ergab eindeutig die Vorteile des Rootservers als auch des vServers von Netcup. Trotz direkter KVM virtualisierung von DigitalOcean und des Xeon Prozessors muss er sich der QEMU virtuellen CPU geschlagen geben. Dies liegt vermutlich an der höheren Auslastung der DigitalOcean servers.

$ sysbench –test=cpu –cpu-max-prime=20000 run

Memory RAM Benchmark:
Der Ram Speicher ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium im Server Bereich. Gerade wenn Prozesse gestartet und gestoppt werden müssen, wird der RAM beschrieben oder freigegeben. Viele Datenbanken lagern teile in den RAM aus und hier ist es wichtig wieviele Operations pro Sekunde erledigt werden können. Im Vergleich zeigt sich ebenfalls deutlich das sich wieder Netcup vor DigitalOcean drängt und somit eine gut 20% höhere Leistung aufweisen kann.

$ sysbench –test=memory –memory-total-size=1G run

File I/O Benchmark:
Beim File Benchmark werden teile in den RAM schnell geschrieben. Hier zeigt sich deutlich der Vorteil von dediziertem Speicher. Der Speicher kann im Rootserver von einer einzigen Maschine fast vollständig genutzt werden und muss sich die Ressourcen nicht mit anderen Maschinen teilen.

$ dd if=/dev/zero of=/root/testfile bs=1G count=1 oflag=direct

MySQL Benchmark:
Für den MySQL Benchmark musste ich zuerst eine Datenbank anlegen und diese mit Testdaten bespielen (siehe Youtube Video). Diese Testdaten wurden dann ausgelesen für 60 Sekunden lang. Hier zeigt sich ebenfalls deutlich das der Aufpreis von wenigen Euros eine entscheidente Rolle spielt. Der Rootserver kann im Vergleich zu den anderen beiden Maschinen auf ganze 6 GB RAM dediziert zugreifen wovon der MySQL Server profitiert. DigitalOcean und der vServer halten sich hierbei die wage und sind in etwa gleichauf.

Datenbank anlegen “dbtest”:
$ create database dbtest;

Beispiel Daten einspielen:
$ sysbench –test=oltp –oltp-table-size=1000000 –mysql-db=dbtest –mysql-user=[USER] –mysql-password=[PASSWORD] prepare

Test starten:
$ sysbench –test=oltp –oltp-table-size=1000000 –oltp-test-mode=complex –oltp-read-only=off –num-threads=6 –max-time=60 –max-requests=0 –mysql-db=dbtest –mysql-user=[USER] –mysql-password=[PASSWORD] run

WebServer Apache Benchmark:

Reale tests sind doch die Besten, deshalb auch für den Webserver eine Testumgebung schaffen mit einer kleinen Landingpage welche mehrere tausendmal parallel aufgerufen wird. Hier zeigen sich unterschiede von knapp 30% und DigitalOcean war sogar eine kleine spur schneller als der vServer. Der Gesamte Testdurchlauf hatte 6,75 zu 8,94 Sekunden benötigt. Für Google können 30% schnellere Webseiten einen großen Vorsprung bedeuten bei der Reihung der Suchergebnisse.

$ ab -k -c 350 -n 20000 http://localhost/

Disk Benchmark:
In diesem Test war mir vorher schon klar wer der Sieger sein wird. DigitalOcean kann sich anhand der geringen Zugriffszeiten und Übertragungsperformance der Enterprise SSD gegenüber SAS & SATA HDDs Hochhaus durchsetzen. Wie man jedoch anhand der Tests gesehen hat bringt dies nur bedingt etwas für den Web und Datenbankserver. Da hier viel im RAM durch Caching gearbeitet wird ist hier die SSD weniger entscheidend. Natürlich schadet eine SSD nie, doch bei Low-End Servern wo Platz rar ist und man das beste P/L Verhältnis sucht ist es durchwegs eine Überlegung ob man nicht doch noch auf SAS weiterhin setzt. Wer viele Festplatten zugriffe ohne Caching benötigt oder das nötige Kleingeld hat dem sei eine SSD im Raid jedenfalls immer angeraten.

$ sysbench –test=fileio –file-total-size=6G prepare

$ sysbench –test=fileio –file-total-size=6G –file-test-mode=rndrw –max-time=300 –max-requests=0 –file-extra-flags=direct run

$ sysbench –test=fileio –file-total-size=6G cleanup

Internet Speedtest:
Hier muß sich Netcup dem großen geschlagen geben. DigitalOcean hat aufgrund seiner Enterprise Hardware und 10GB Anbindung des Mainservers hier ganz klar einen Vorteil. Der große Nachteil ist jedoch das zur Verfügung stehende Transfervolumen von nur 1 TB. Wer sich auf der sicheren Seite wiegen will dem sei hier auch ganz klar zu einer Flatrate zu raten wie sie die meisten Deutschen Anbieter haben. Wer jedoch rein wert auf Performance legt ist bei DigitalOcean besser aufgehoben. Wobei der Wert von 2,5GBit nur von 2 Speedtests Servern erreicht wurde welche sich vermutlich im selben Rechenzentrum befinden.

**Wichtig hierbei ist anzumerken das bei diesem Speedtest der Upload eine richtigere rolle spielt, da der Upload vom Server, die Downloadspeed der Webseite entspricht.

$ speedtest-cli
$ speedtest-cli –list
$ speedtest-cli —server 5835

Fazit:

Egal ob 3€ , 5$ oder 9 € , jeder dieser Server hat seine Berechtigung. Alle drei Server spielen im Low-End segment und genügen oft für Private , Freelancer oder Kleine Firmen. Die Performance ist bei allen Server in Ordnung für den Produktiven Einsatz würde ich jedoch zu dem 9 € Netcup Rootserver anraten oder eines größeren DigitalOcean Droplets (ab 20$).  Grund hierfür ist eindeutig der RAM Vorteil, denn RAM ist neben CPU und HDD eines der wichtigsten Faktoren im Server Bereich, und bringt einen gewaltigen Geschwindigkeitsschub. Der Vorteil von Netcup liegt ganz klar in der Preis/Leistung womit man zum selben Preis in etwa die doppelte bis dreifache Performance gegenüber den DigitalOcean Server erwarten kann. Mit DigitalOcean hingegen kann man flexibel agieren, mit seinen Enterprise Systemen von kleinen bis großen Droplets deckt es alle Bedürfnisse ab, diese haben jedoch seinen Preis.

Empfehlung:
Für Privat, Klein, Mittelbetriebe ganz klar Netcup (Preis/Leistungssieger)

Für Mittel-, Großbetrieben wo Flexibilität benötigt wird und Geld keine Rolle spielt ganz klar DigitalOcean (Enterprisesieger)

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