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Youtuber im Visier der Behörden

Das kann wiedermal nur den Deutschen einfallen: Youtuber-Kanäle sollen Rundfunksender sein.

Nicht nur die GEMA will von manchen Youtubern immer mehr, auch die anderen Medienvertreter des Landes wollen mitschneiden. Die deutsche Medienaufsicht ist der Meinung, dass jeder Youtube-Kanal ein eigener Rundfunksender ist und sollte dementsprechend auch Rundfunklizenzen zahlen. Erschreckend kommt hier hinzu, dass Politiker und Verantwortliche in diesen Bereichen an der Macht sind, die vorher bei RTL und co. im Management tätig waren und dementsprechend auch noch in diesen veralteten Strukturen und Denkweisen verankert sind.

Wofür eigentlich Rundfunklizenzen ?
Laut Wikipedia: Rundfunk bezeichnet die Übertragung von Informationen jeglicher Art (beispielsweise Bilder, Ton, Text) über elektromagnetische Wellen (siehe auch: Funknetz) an die Öffentlichkeit. Zum Rundfunk gehören insbesondere der Hörfunk (Empfangsgerät: Radio) und das Fernsehen.

Im Gegensatz zu DBA, UKW, DVB-T e.t.c, wo eine Menge an Infrastruktur investiert werden muss, ist bei Youtube hierfür lediglich ein Internet-Anschluss nötig, welcher nichts gemein hat mit irgendwelchen Rundfunktechnologien. Keinem werden irgendwelche Frequenzen weggenommen, für die Infrastruktur sind die Provider verantwortlich, welche gut damit verdienen.

In Wirklichkeit geht es den “Big Playern/TV Sendern” eher darum, dass Ihnen Werbeeinnahmen entgehen könnten, da viele Firmen mittlerweile lieber auf Youtube und Co. werben, da Ihnen das normale TV Programm nicht mehr zielgerecht genug ist und meistens auch zu teuer.

Das lässt sich auch schön ableiten anhand von einigen Klagen mit Bußgeldern bis zu 500.000 € welche nun einige größere Youtuber bekommen haben, da Sie angeblich Schleichwerbung e.t.c betreiben. Dazu haben die Medienanstalten ein eigenes PDF herausgegeben, welches beschreibt was man bewerben darf und wie.

Generell ist dies wie so oft ein deutsches hausgemachtes Problem von Neidern, korrupten Verantwortlichen und Politikern, welche sich zusätzliche Einnahmen erhoffen. Das beste Beispiel war der jahrelange Rechtsstreit mit der GEMA und Youtube & Co.: weltweit sah kein anderes Land darin Probleme, so gab es für Deutschland damit massiv Probleme, die nach wie vor bestehen.

Ich würde jeden größeren Youtuber anraten den “Firmensitz” ins Ausland, außerhalb Deutschlands, zu verlagern und auch dort zu versteuern, soweit es sich auszahlt und dies möglich ist. Denn das Problem wird sich auch in den kommenden Jahren nicht bessern sondern eher verschlechtern.

Vermutlich bräuchte Deutschland auch mal einen Trump an der Macht welcher den “make Germany great again”-Slogan verwirklicht, sofern Germany jemals wirklich “great” war.

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